Evgeni Orkin
Aus dem Veranstaltungskalender der Musikhochschule Mannheim:
Evgeni Orkin
wurde 1977 in Lemberg (Ukraine) geboren, lebt und arbeitet aber seit 1999 in Deutschland. Sein Studium umfasst die Fächer Komposition, Klarinette und Orchesterleitung an den Musikhochschulen von Kiew (Ukraine), Utrecht (Holland) und Mannheim.
Er komponierte bisher drei Sinfonien, vier Kammersinfonien, „Sinfonia Brevis”, die Kammeroper „Cogito ergo sum”, Violinkonzert, Klavierkonzert, Kammermusik und Lieder.
1999 wurde seine erste Sinfonie „Parade of the Planets” vom Präsidenten der Ukraine ausgezeichnet. Für die „Jüdische Suite” erhielt er vom Lions-Club Mannheim 2004 ein Stipendium und gewann den ersten Preis beim II. Festival des Jüdischen Weltkongress im Fach Komposition. 2005 bekam er vom Goethe-Institut beim Schiller-Wettbewerb den ersten Preis für die beste Schiller-Vertonung und erhielt beim internen Hochschulwettbewerb 2006 den II. Preis im Fach Komposition für Horn und Klavier.
Wenn Löwen jungen Künstlern dienen
Lions-Club Mannheim-Quadrate vergibt Stipendien von 30.000 Mark an Musikhochschüler"Einfach hellauf begeistert" trat er ans Rednerpult: "Was Sie hier machen, hilft uns ganz außerordentlich", bedankte sich Rektor Professor Rudolf Meister von der Staatlichen Hochschule für Musik beim Lions-Club Mannheim-Quadrate für eine ganz besondere Initiative. Der Club hatte ein Projekt "Lions fördern junge Künstler" gestartet. "Gerade junge Künstler sind auf Mäzene angewiesen", freute sich Meister, sei es doch für die Eltern, die sehr früh ihre Kinder fördern müssten, "schwer, das bis zum Ende des Studiums durchzuhalten". Um Stipendien in Höhe von 30.000 Mark zahlen zu können, sammelten die Clubmitglieder nicht nur Spenden, sondern wurden auch selbst aktiv.
Damit entsprachen sie dem Clubmotto "Wir dienen", betonte Axel Warneke, der Präsident des 36 Mitglieder zählenden, 1981 gegründeten und damit jüngsten der drei Mannheimer Lions-Clubs. Er habe es sich besonders zum Ziel gesetzt, jungen Menschen zu helfen und sie zu fördern und neben sozialem Engagement bewusst auch die Musikhochschule dafür ausgesucht. "Wir wollen, dass gerade talentierte junge Menschen hier ein optimales Umfeld für ihre künstlerische Entwicklung vorfinden", so der Präsident. Damit könne die Musikhochschule auch an die große musikalische Tradition der Quadratestadt - etwa der Mannheimer Schule - anknüpfen.
Heinz-Günter Kämpgen, der "geistige Vater" des Projekts, gab den ihm geltenden Dank aber gleich weiter: Einmal an Johannes Michel, Kirchenmusikdirektor an der Christuskirche, der mit einem Benefizkonzert mit dem Bachchor und befreundeten Sängern des Philharmonic Choir aus Mannheims Partnerstadt Swansea den finanziellen Grundstock zu dem Konzert gelegt hatte - aber auch an seine Clubfreunde. "Jeder war beteiligt", hob er hervor, schließlich kaufte jedes Clubmitglied zehn Karten und suchte Sponsoren. Präsident Axel Warneke, Direktor der BW-Bank Mannheim, lud gleich 250 Kunden ein. Und schließlich gingen die Clubmitglieder sogar auf die Straße, verteilten Werbezettel für das Konzert. "Dadurch wurde es aber auch künstlerisch und finanziell ein großer Erfolg", freute sich Kämpgen.
Schließlich hörte und schaute sich eine Jury zwölf Stunden lang 36 Bewerber an. "Die Auswahl fiel schwer, es war ein außerordentlich hohes Niveau", fasste Kämpgen zusammen. Der erste Preis, mit 12.000 Mark dotiert, ging an den aus Rumänien stammenden Tänzer Vlad Rares Sabau, der an der Akademie des Tanzes der Musikhochschule studiert. Ein Stipendium über 10.000 Mark als zweiten Preis erkannte der Club Yevgen Orkin, geboren in Kiew, zu, der in Mannheim die Fächer Klarinette und Komponieren belegt hat. Den mit 8000 Mark dotierten dritten Preis erhielt die in Frankfurt geborene junge Pianistin Asli Kilic, die seit 1997 in Mannheim Klavier studiert. Und alle drei zeigten mit kurzen Kostproben ihres Könnens, wie sehr sie die Förderung